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    Immobilie ohne Makler verkaufen: Die Anleitung in 8 Schritten

    11 Min. Lesezeit·Felix Brunn·16. Juli 2026
    Immobilie ohne Makler verkaufen: Die Anleitung in 8 Schritten

    Von der Wertermittlung bis zum Notartermin: Wie ein Verkauf in Eigenregie Schritt für Schritt abläuft – und an welchen Stellen sich professionelle Unterstützung wirklich lohnt.

    Immobilie ohne Makler verkaufen: Die Anleitung in acht Schritten

    Für einen erfolgreichen Immobilienverkauf ohne Makler brauchen Sie kein Vermittlungstalent und keine jahrelange Erfahrung – aber Sie brauchen einen klaren Ablauf. Wer weiß, welche Schritte in welcher Reihenfolge kommen, verkauft souverän und behält die Kontrolle über den vielleicht größten Vermögenswert seines Lebens. Wer dagegen unvorbereitet startet, verschenkt oft mehr Geld, als eine gute Begleitung gekostet hätte.

    Dieser Artikel führt Sie durch den gesamten Ablauf. Er ersetzt keine individuelle Beratung, gibt Ihnen aber die Orientierung, um einzuschätzen, wo Sie selbst gut vorankommen und wo sich Unterstützung lohnt.

    Schritt 1: Den realistischen Wert ermitteln

    Der häufigste und teuerste Fehler beim Verkauf in Eigenregie passiert ganz am Anfang: ein Preis, der auf Bauchgefühl, Nachbarschaftsgerede oder einem Online-Rechner beruht. Ein zu hoher Preis schreckt ab und lässt die Immobilie zum Ladenhüter werden, ein zu niedriger verschenkt bares Geld.

    Eine fundierte Wertermittlung berücksichtigt Lage, Zustand, Baujahr, Grundstücksgröße, Ausstattung und den aktuellen Marktvergleich. Für eine erste Orientierung helfen die Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte der örtlichen Gutachterausschüsse, die öffentlich einsehbar sind. Für eine belastbare Einschätzung lohnt sich fachliche Unterstützung, gerade weil von diesem einen Wert der gesamte Verkaufserfolg abhängt.

    Schritt 2: Alle Unterlagen zusammenstellen

    Nichts bremst einen Verkauf so zuverlässig aus wie fehlende Dokumente. Spätestens wenn ein Kaufinteressent zur Bank geht, werden vollständige Unterlagen verlangt – fehlen sie, platzt im schlimmsten Fall die Finanzierung.

    Zu den wichtigsten Unterlagen gehören der aktuelle Grundbuchauszug, der Energieausweis (gesetzlich verpflichtend und bereits bei der Besichtigung vorzulegen), Grundrisse und Wohnflächenberechnung, der Lageplan, bei Eigentumswohnungen zusätzlich die Teilungserklärung, die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Abrechnungen des Hausgeldes. Viele dieser Dokumente müssen bei Ämtern oder der Hausverwaltung angefordert werden, was Zeit kostet – kümmern Sie sich früh darum.

    Schritt 3: Den energetischen und baulichen Zustand kennen

    Bevor Sie inserieren, sollten Sie den Zustand Ihrer Immobilie so gut kennen wie später jeder kritische Kaufinteressent. Wie alt sind Heizung, Dach, Fenster und Elektrik? Welcher Sanierungsstau besteht, und was würde seine Behebung ungefähr kosten?

    Diese Einschätzung schützt Sie doppelt: Sie können den Preis realistisch begründen, und Sie geraten bei Besichtigungen nicht in Erklärungsnot, wenn jemand kritische Fragen stellt. Gerade hier liegt der Vorteil, wenn ein Architekt die Bausubstanz vorab einschätzt – ein Blick, den ein klassischer Maklerverkauf in der Regel nicht bietet.

    Schritt 4: Immobilie präsentieren und Exposé erstellen

    Der erste Eindruck entscheidet, ob aus einem Inserat eine Anfrage wird. Dazu gehören gute Fotos bei Tageslicht und aufgeräumten Räumen, ein aussagekräftiger Grundriss und ein Exposé, das die Vorzüge ehrlich, aber überzeugend darstellt.

    Ein professionell wirkendes Exposé unterscheidet sich deutlich von einem typischen Privatinserat und signalisiert Interessenten, dass sie es mit einem seriösen Verkauf zu tun haben. Sparen Sie hier nicht an Sorgfalt – die Präsentation ist Ihr wichtigstes Verkaufsinstrument.

    Wie sieht das bei Ihrer Immobilie konkret aus? In der Eigentumslotsen-Analyse schauen wir uns Ihren Einzelfall an.

    Schritt 5: Die Immobilie inserieren

    Mit einem fertigen Exposé geht es an die Vermarktung. Das reichweitenstärkste Portal ist ImmoScout24. Aber andere Portale wie Immowelt oder Kleinanzeigen haben ihre Vorteile. Achten Sie auf einen aussagekräftigen Titel, vollständige Angaben und eine sinnvolle Auswahl der Bilder – das erste Foto entscheidet über die Klickrate.

    Überlegen Sie vorab, wie Sie mit Anfragen umgehen: Verkäufer in Eigenregie erhalten oft viele Kontaktversuche, darunter auch Makler auf Akquise. Eine klare Struktur für die Bearbeitung spart Zeit und Nerven.

    Schritt 6: Besichtigungen durchführen

    Bei den Besichtigungen zeigt sich, ob die Vorbereitung getragen hat. Bereiten Sie sich auf typische Fragen vor, halten Sie alle Unterlagen griffbereit und seien Sie ehrlich zu Mängeln – Offenheit schafft Vertrauen und schützt Sie zugleich rechtlich vor späteren Ansprüchen wegen arglistig verschwiegener Mängel.

    Prüfen Sie Interessenten frühzeitig auf ihre Ernsthaftigkeit und Finanzierbarkeit, bevor Sie viel Zeit investieren. Eine Bonitätsbestätigung oder Finanzierungszusage der Bank gibt Ihnen Sicherheit, dass ein Kauf tatsächlich zustande kommen kann.

    Schritt 7: Verhandeln und den Käufer auswählen

    Sobald konkrete Kaufabsichten vorliegen, beginnt die Verhandlung. Gehen Sie mit einer klaren Untergrenze hinein, die Sie sich vorher auf Basis Ihrer Wertermittlung gesetzt haben, und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Der höchste Gebotspreis ist nicht immer das beste Angebot – eine gesicherte Finanzierung und ein realistischer Zeitplan zählen ebenso.

    Wer hier fundiert argumentieren kann, statt nur zu reagieren, erzielt in der Regel das bessere Ergebnis. Das ist der Punkt, an dem sich Vorbereitung unmittelbar auszahlt.

    Schritt 8: Kaufvertrag und Notartermin

    Ist ein Käufer gefunden, geht es zum Notar. In Deutschland ist die notarielle Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags gesetzlich vorgeschrieben. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet und setzt den Vertrag auf, den Sie und der Käufer gemeinsam vorbereiten – lesen Sie den Entwurf sorgfältig und klären Sie offene Punkte vor dem Termin.

    Nach der Beurkundung, dauert es in der Regel mehrere Wochen bis die Eintragung der Auflassungsvormerkung erfolgt ist und die Kaufpreiszahlung stattfinden kann. Erst nach der Kaufpreiszahlung erfolgt die Übergabe. Mit einem sorgfältigen Übergabeprotokoll, das Zählerstände und den Zustand festhält, schließen Sie den Verkauf sauber ab.

    Fazit: Selbst verkaufen, aber nicht allein

    Eine Immobilie ohne Makler zu verkaufen ist machbar – wenn Sie strukturiert vorgehen und die kritischen Stellen kennen. Die größten Hebel liegen am Anfang: bei einem realistischen Preis, vollständigen Unterlagen und einer ehrlichen Einschätzung des Zustands. Genau an diesen Punkten müssen Sie nicht allein bleiben. Mit unseren modularen Bausteinen unterstützen wir Sie gezielt dort, wo es fachlich anspruchsvoll wird, und überlassen Ihnen die Schritte, die Sie selbst gut bewältigen können. So behalten Sie die Kontrolle und den Erlös – und haben trotzdem Fachwissen an Ihrer Seite.

    Sie überlegen, Ihre Immobilie selbst zu verkaufen, und fragen sich, wo Unterstützung sinnvoll ist? Im unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Schritte Sie selbst übernehmen und wo wir Sie entlasten.

    Sie möchten Ihre Immobilie ohne Makler verkaufen?

    Im unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Schritte Sie selbst übernehmen und wo unsere modularen Bausteine Sie sinnvoll entlasten.

    Sie möchten Ihre Situation individuell einschätzen lassen?

    Im persönlichen Gespräch klären wir, welche Risiken bei Ihrer Immobilie bestehen und wie Sie sicher entscheiden.